Erste Hilfe für schwere Beine

Im Sommer zeigen sich Besenreiser besonders deutlich. Bei manchen Menschen treten bereits im Teenager-Alter die ersten sogenannten Besenreiser auf. Diese wandern mit den Jahren die Beine hinab - teilweise bis an die Unterschenkel oder Knöchel. Doch woher kommen die unschönen Äderchen?
Erste Hilfe für schwere Beine
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(djd). Um den Körper optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen zu können, verzweigt sich ein riesiges Netz feinster Äderchen durch den ganzen Organismus. Bei Personen mit schwachem Bindegewebe strömt das Blut durch kleinste Blutgefäße und weitet diese aus. Zu sehen sind die erschlafften Adern häufig in Form eines Geflechtes ähnlich eines Reisigbesens - daher der Name Besenreiser. Zudem können die Beine aufgrund von Entzündungen schmerzen, sie sind geschwollen und fühlen sich schwer an.

Schwaches Bindegewebe einreiben

Die Anlage, schwaches Bindegewebe auszubilden, wird über die Eltern vererbt. Auch die Hormonsituation während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren kann dazu beitragen, dass das Bindegewebe schwächelt und Cellulite entsteht. Frauen sind daher häufiger von Bindegewebsschwäche und Krampfadern betroffen als Männer. Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel verstärken die Symptomatik. Erleichterung für schwere Beine können Einreibungen aus Extrakten von Rosskastanie und Arnikablüten bieten. "Mit dem 'PIM Beinfluid' beispielsweise kommen Entzündungsvorgänge an den Oberflächenzellen der Venen zum Stillstand, poröse Venenwände werden abgedichtet und nicht zuletzt wird der Abtransport von Entzündungsstoffen beschleunigt", erklärt der Hamburger Wissenschaftler Dr. Ulrich Fritsche.

Straffere Silhouette durch Sport und Wechselduschen

Die Pflanzenkombination aus der Apotheke befreit nicht nur von Schwellungen und Schmerzen in den Beinen. Eine konsequente Anwendung verhilft Frauen auch zu junger, schöner Haut - und dies oft schon nach kurzer Zeit. So fanden bei einer Anwendungsuntersuchung an der Uni Salzburg und am österreichischen Badehospiz Badgastein 80 Prozent der Patientinnen die Haut an ihren Beinen straffer und hübscher als zuvor. Zusätzlich wirkt sich eine ausgewogene Ernährungsweise mit viel frischem Obst und Gemüse positiv auf die Bindegewebsschwäche aus. Dabei sollte die Zufuhr von Zucker und tierischen Fetten möglichst reduziert werden. Auch regelmäßiger Sport - am besten eine Mischung aus Ausdauersport und Kraftsport - sowie Wechselduschen können das Bindegewebe stärken.

Rosskastanie und Arnika

Einer der wichtigsten Wirkstoffe des Rosskastanienextrakts ist das Aesculin aus der Rinde, welches die Gefäßwände festigt und die Durchblutung fördert. Das Aescin, ein seifenartig schäumender Stoff aus dem Samen, wiederum entwässert das Gewebe und verhütet neue Wasseransammlungen. Arnika hilft bei Durchblutungsstörungen und wirkt entzündungshemmend und schmerzstillend. Der aus den Arnikablüten isolierte gelbe Pflanzenfarbstoff Helenalin wirkt chinesischen Zellbiologen zufolge Alterungsprozessen in der Haut entgegen.